Über mich

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Andreas Bohnenstengel

Geboren 1970 in München, Fotografenmeister, Studium der Ökonomie (Universität Hamburg), der Wirtschaftspädagogik und Psychologie (Universität Bamberg). Fortbildungen in Erwachsenenbildung (bvv), szenischen Gruppenverfahren. Seit 1993 Ausstellungen, siehe Vita

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Als Betroffener und Künstler beschäftige ich mich mit einem bildnerischen Ausdruck für die Kriegsenkelgeneration. Video

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Hintergrund

„Ich bin Sohn eines Heimatvertriebenen. Mein Vater ist 1939 in Belkow, Pommern geboren. Seine Familie bewirtschaftete erfolgreich einen Hof. Der Vater meines Vaters bereitete die Flucht detailliert vor, starb aber wenige Tage vor dem Treck an den Folgen einer Lungenentzündung. Mein Vater (damals 6 Jahre alt), seine Schwester (9 Jahre) und seine Mutter ( 47 Jahre) schlossen sich einem Treck an, der aus 32 Personen aus der Verwandtschaft bestand und 6 Wochen lang von Greifenhagen (Pommern) bis nach Heede (Schleswig-Holstein) führte. Dort lebte der Familienclan, einst allesamt wohlhabende Bauern 10 Jahre als nur ungern geduldete Flüchtlinge in ärmlichen Verhältnissen.“

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Der Hof der Bohnenstengels in Belkow, Pomern (heute Polen) in den 40er Jahren

Chronologie meiner Auseinandersetzung

  • 1993: Langzeitfotodokumentation über Kinder in einem Asylbewerberheim. „Jahre später ist mir erst bewusst geworden, dass ich damit Bilder für die Vertreibung und das Flüchtlingsleben meines Vaters suchte und dessen unaufgearbeitete Flucht für mich bearbeitete“. (vgl. Interview: querformat 2004)
  • 2006: Umfangreiche Recherche und Dokumentation der Familiengeschichte
  • 2009: Besuch der Abschiedsvorlesung von Michael Ermann, Traumaforscher LMU und selbst Kriegskindbetroffener (Tagungsunterlagen). In der Folge Auseinandersetzung mit der Literatur über das Thema Kriegskindheit insbesondere: Bode, S. (2009): Kriegsenkel, Die Erben der vergessenen Generation
  • 2011: Seminar „Krieg und Vertreibung“ am Dachau Institut mit Anita Knapek, Reflexion der eigenen Biografie in der Gruppe
  • 2012: Teilnahme Selbsthilfegruppe München, Interview in Ubuntu – Das Magazin für Kindheit und Kulturen – 06.2012, ab S. 24 Download
  • 2013: Gründung eines eigenen Gesprächskreises, Interview für Evangelische Perspektiven, Bayrischer Rundfunk, Bayern 2 Download auf podster.de
  • 2014: Erste Ausstellungen mit meinen eigenen küstlerischen Arbeiten zum Thema Kriegsenkel, Schreiben eines Beitrages für die Anthologie Nebelkinder

 

Besuche im heutigen Polen Andreas Bohnenstengel mit seiner Herkunftsfamilie vor dem Bohnenstengel-Hof in Belkow 1975

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Die Tochter von Andreas Bohnenstengel vor dem Bohnenstengel-Hof in Belkow 2009

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Andreas Bohnenstengel am Grabmal des unbekannten Soldaten in München

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Kriegsenkeltreffen bei Andreas Bohnenstengel am 23.06.2013 in München.

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Die Designerin Susanne Topitsch berichtet von Ihren aufwendigen Recherchen, präsentiert erste Entwürfe für eine Familienchronik und freut sich darüber, dass ihre Arbeit die Beziehung zu ihrem Vater positiv verändert und intensiviert hat.

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Ausblick: „Meine 6 Jährige Tochter kennt meine Familiengeschichte. Ich habe ihr was erzählt und sie hat was gefragt und dann haben wir wieder über etwas anderes gesprochen. Ich glaube es wird für Sie kein Thema mehr sein, mit dem Sie sich so intensiv beschäftigen muss, wie ich. Und das ist gut.“

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