Konzept

01 Inszenierungen

Inhalt

Bei meinen Arbeiten geht es mir darum Begriffe wie Flucht, Vertreibung, Heimatlosigkeit, Entwurzelung, Angst, Abschied, Abbruch, Verdrängung, etc. zu thematisieren und in eine zeitgemäße Form zu überführen. Ich möchte keine Fotografien nachstellen, die mit historisch korrekten Accessoires ausgestattet sind, sondern mit einfachen und bekannten Alltagsgegenständen aus der heutigen Zeit. Des weiteren arbeite ich an eingängigen Allegorien. Für die Bildfindung werte ich die vorhandenen Diskurse aus.

Künstlerischer Stil

Als künstlerische Ausdrucksform habe ich mich für das Tableaux Vivants entschieden, das in der Fotografie über eine lange Tradition verfügt (19. Jhdt.: Oscar Gustave Rejlander, Alois Löcherer, Franz Hanfstaengl, u.a.). Zeitgenössische Fotokünstler wie Cindy Sherman oder David LaChapelle führen die Tradition fort und erweitern das Sujet (vgl. Stoss, T., Ruelfs, E., 2011). Jeff Wall, als ein weiterer Künstler mit weltweiter Reputation, greift bei einigen seiner Arbeiten auf Formen des Reenactement zurück.

Form

In erster Linie geht es mir darum das Thema griffig, auch fordernd in die Gesellschaft zu tragen und dabei meine jeweilige Interpretation in meiner eigenen Bildsprache umsetzte. Das Thema soll eher kontrovers und weniger angepasst formuliert sein. Meine Arbeit soll eher provozieren als sich geschmeidig in die Bildsprache der Mainstreammedien einfügen.

Die Fotografien entstehen seit 2014 in einem Fotostudio vor schwarzem Hintergrund, der als Bühne fungiert. Bisher einzige Modelle sind ich selbst, Andreas Bohnenstengel und meine beiden Töchter Cosima (8 Jahre) und Lydia (5 Jahre). Die Arbeiten entstehen mit einer digitalen Kamera mit Selbstauslösefunktion und sind nicht manipuliert oder mit Bildbearbeitungsmöglichkeiten dahingehend verändert worden, als dass Sie etwas zeigen oder vorgeben, was nicht im Moment der Aufnahme stattgefunden hat. Die abgebildeten Objekte sind einfache Haushalts- oder Alltagsobjekte.

Methode

Das Vorgehen bei der Bildfindung ist es, dass ich bei der Selbstinszenierung einen emotionalen Zugang zu den Sachinformationen und Narrationen entwickele und diese intuitiv umsetzte.

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Traumatische Erlebnisse schreiben sich in die Körper ein. Verarbeitung und Heilung sind ein schmerzlicher Prozess und können sich über Jahre hinziehen.

Quellen

  • Stoss, T., Ruelfs, E., Hrg. (2011): Rollenbilder/Rollenspiele Katalogbuch zur Ausstellung in Salzburg, Museum der Moderne Salzburg, 23.07.2011-30.11.2011, (Hirmer) München

02 Collagen und Stillleben

Bei meinen Collagen und Stillleben arbeite ich meist sehr intuitiv. Bei den verwendeten Materialien (mit Ausnahme der im Impressum ausgewiesenen Fotografien >) handelt es sich um eigene private Fotografien, die mich in meiner Herkunftsfamilie zeigen sowie Aufnahmen meiner Vorfahren. Video

Aufruf Bilderspende: Für meine großformatigen Collagearbeiten, die in der Tradition von Schlachtengemälden eines Albrecht Altdorfers oder den detailreichen Werken eines Hieronymus Bosch stehen, suche ich private Fotografien, die den Alltag von Familien in der Zeit von ca. 1935-1975 zeigen. Ich benötige Bilddateien, die ich in der Folge auf Fotopapier ausbelichte und manuel zu Collagen verarbeite. Falls keine Scans vorhanden sind digitalisiere ich die Originale, die man mir leihweise zur Verfügung stellt. Als Gegenleistung erhalten die Einlieferer die Scans auf einer CD. In einem Video beschreibe ich den Workflow und die mögliche Zusammenarbeit. Bereits abgeschlossene Projekte